Knoblauchzehen, mild und immer griffbereit
Knoblauchzehen sind geschälte, von Hand eingelegte Zehen einer alten Weinbergsorte, mariniert in weißem Tomatenessig. Erich Stekovics macht aus frischem Knoblauch eine milde, knackige Delikatesse, immer griffbereit im Glas, ohne Schälen und ohne strengen Geruch an den Fingern.
Knoblauchzehen sind eingelegter Knoblauch von Stekovics, dem Kaiser der Paradeiser vom Neusiedler See. Eine alte Weinbergsorte mit blau-roten Schalen wird im Juni geerntet, geschält und in Paradeiseressig eingelegt. So bleiben die Zehen aromatisch und doch milder als roh. 140 g geschälte Zehen stecken im 180 ml Glas, jederzeit bereit für Pfanne und Brett. Eine Delikatesse für alle, die Knoblauch lieben, aber nicht den Aufwand.
Würzig, knackig und aromatisch
Blank und elfenbeinfarben liegen die geschälten Zehen im klaren Essig, ein appetitlicher Anblick. Sie schimmern wie kleine Perlen, einladend und sauber. Kein lästiges Pellen, kein klebriger Saft an den Händen.
Beiß hinein, und du schmeckst vollen Knoblauch, aber gezähmt, der Tomatenessig nimmt ihm die Schärfe und gibt eine fruchtige Säure dazu. Die Zehen bleiben würzig, knackig und aromatisch, außen mit Biss, innen weich. Auch nach Wochen im Glas behalten sie ihren Biss und werden nicht weich. Eine ehrliche Knoblauchnote, ohne dass es danach in der ganzen Küche hängt. Genau diese Milde macht sie so alltagstauglich.
Zum Kochen und zur Jause
Knoblauchzehen sind die bequeme Alternative zu frischem Knoblauch, immer dann zur Hand, wenn es schnell gehen soll. Ein Vorrat, der dir in der Küche viel Arbeit abnimmt, ohne auf echten Knoblauchgeschmack zu verzichten.
Direkt aus dem Glas wandern sie in die Pfanne, in Sugo, Eintopf oder Schmorgericht, ganz ohne Schälen. Du kannst sie auch fein hacken übers Brot geben, in einen Dip rühren oder als würzige Beilage zur Jause reichen, neben Käse und Oliven. Probier eine Zehe einmal pur zum Brot, du wirst überrascht sein, wie sanft sie ist. Auch zu gegrilltem Lamm oder in eine Marinade gehört sie. Mehr Würziges findest du bei den eingelegten Raritäten, etwa den Knoblauchblüten oder den Salzgurken.
Eine Weinbergsorte am Neusiedler See
Der Knoblauch stammt von einer alten Sorte aus den Weinbergen, mit blauen und roten Schalen, wie Erich gern erzählt. Solche Sorten findet man heute kaum noch im Handel. Schon seine Eltern bauten Gemüse im Freiland an, und alte Sorten liegen ihm besonders am Herzen.
Im Juni werden die Knollen geerntet und auf den Feldern getrocknet, bis sie ihr volles, intensives Aroma entwickelt haben. Das lange Trocknen macht den Geschmack tief und rund, nicht beißend. Danach werden sie von Hand geschält und in weißem Tomatenessig eingelegt. Gemeinsam mit seiner Frau Priska baut Erich den Knoblauch am Neusiedler See an, neben über 3.000 alten Tomatensorten, kräftig, würzig und beständig im Geschmack. Was Erich pflanzt, hat Geschmack.
So hast du Knoblauch immer parat, mild, fein und ohne jeden Aufwand. Ob im Sugo, auf dem Brett oder einfach so, er passt fast überall, und man greift öfter danach, als man denkt. Ein Glas, das in keiner gut sortierten Küche fehlen sollte. Stell es griffbereit ins Regal, und das Schälen hat ein Ende. Alle Achtung.