Bartolini Olivenöl aus Umbrien seit 1850
Bartolini ist eine Familien-Ölmühle aus Arrone in Umbrien, welche seit 1850 in sechster Generation natives Olivenöl extra presst. Aus den Sorten Moraiolo, Leccino und Frantoio entsteht ein mittelkräftiges, fruchtig-frisches Öl. Bei nur Gutes findest du das Classico und das Olio Angeli in der Retro-Dose.
Bartolini Olivenöl ist umbrisches Olivenöl aus einem landwirtschaftlichen Mischbetrieb mit langer Geschichte. Die Mühle liegt im mittelalterlichen Arrone, dort wo schon die Etrusker Olivenbäume pflanzten, im grünen Herzen Italiens zwischen Florenz und Rom. Was hier seit 1850 wächst, ist ein natives Olivenöl extra mit Charakter, gepresst von einer Familie, welche das Handwerk über sechs Generationen weitergegeben hat.
Seit 1850 in den Hügeln von Arrone
Die Geschichte von Bartolini beginnt um 1850 mit einer kleinen Ölmühle, deren Mahlsteine noch von Tieren in Bewegung gehalten wurden. Antonio Bartolini baute sie in einer Ortschaft nahe Arrone, presste mit Pressmatten von Hand und schöpfte das Öl, nachdem es sich vom Fruchtwasser getrennt hatte.
Mit dem elektrischen Strom kam um 1900 die erste große Erneuerung, ein Motor ersetzte die Tiere. 1932 führte Ulderico, die dritte Generation, ein neues System mit Zentrifuge ein, welches Öl und Fruchtwasser sauber trennte und die Qualität spürbar hob. Seine Söhne Delio und Domenic vergrößerten die Olivenhaine und die Produktion.
1979 ersetzte Emilio, Delios Sohn, die alte Mühle durch eine moderne Anlage, welche alle Arbeitsschritte ohne Unterbrechung durchführt. So wurde aus dem kleinen Frantoio eine der angesehensten Mühlen Umbriens. Heute führen Domenico und Ulderico mit Vater Emilio den Betrieb in sechster Generation, mit demselben Anspruch, mit dem Antonio einst begann.
Geblieben ist über all die Jahre die Handlese, so aufwendig sie auch ist. Wer durch Arrone fährt, sieht die Olivenhaine an den Hängen stehen, wie sie dort seit Generationen wachsen. Die Familie hat modernisiert, ohne den Kern aufzugeben: schonend ernten, schnell verarbeiten, kühl pressen.
Drei Öle aus drei Olivensorten
Bei nur Gutes findest du drei Öle von Bartolini, alle aus den umbrischen Sorten Moraiolo, Leccino und Frantoio. Sie unterscheiden sich in Größe und Auftritt, nicht in der Sorgfalt.
Das native Olivenöl extra in der 250ml-Flasche ist die kleine zum Kennenlernen, ideal für einen Ein- bis Zwei-Personen-Haushalt. Das Classico in 500ml ist der Alltagsbegleiter für alle, die gern und oft kochen. Beide sind mittelkräftig, fruchtig und harmonisch, mit feiner Schärfe im Abgang.
Das Olio extra vergine Angeli kommt in einer lichtschützenden Retro-Dose, kräuterwürzig im Geschmack und ein gern gegebenes Geschenk. So deckt das Bartolini Olivenöl die kleine Küche ebenso ab wie den großen Topf und den Gabentisch. Alle drei zeigt die Bartolini Kollektion auf einen Blick.
Von Hand gelesen, kalt gepresst
Bartolini ist ein landwirtschaftlicher Mischbetrieb, welcher neben Olivenöl auch Getreide und Hülsenfrüchte anbaut und Rinder hält. Das Öl aber ist das Herzstück, und das Handwerk dahinter ist Geduldsarbeit.
Geerntet wird im November und Dezember von Hand, Frucht für Frucht von Leitern gepflückt, damit weder Baum noch Olive Schaden nehmen. Ein erfahrener Pflücker schafft 8 bis 10 Kilo in der Stunde. Verarbeitet werden die Oliven spätestens 12 Stunden nach der Ernte, meist noch in derselben Nacht. In der Hochsaison läuft die Mühle dafür 24 Stunden in Schichten.
Vor der Pressung werden Blätter abgesaugt und die Oliven mit fließendem Wasser gewaschen. Beim Kneten des Olivenbreis bleibt die Temperatur zwischen 24 und 27 Grad, kontrolliert und zertifiziert als echte Kaltpressung. Denn je kühler und schneller gearbeitet wird, desto frischer und feiner das Öl.
Vor dem Abfüllen prüft die Mühle die chemischen und sensorischen Werte jedes Loses, eine Art Personalausweis für jeden Jahrgang. Abgefüllt wird unter Stickstoff, damit kein Sauerstoff das Aroma altern lässt. „Ein Öl ist nur so gut wie die Frucht, aus der es kommt“, sagt Emilio Bartolini, und genau danach arbeitet das ganze Haus.
Modernisiert haben Domenico und Ulderico über die Jahre vieles, doch an der Handlese und der kühlen Pressung halten sie fest, betont Ulderico. Neben dem Öl wachsen auf den Feldern der Familie auch Getreide und Hülsenfrüchte, und im Stall stehen Rinder. Dieser landwirtschaftliche Kreislauf gehört zu Umbrien und prägt den Betrieb bis heute, vom Boden bis in die Flasche.
Moraiolo, Leccino und Frantoio
Das Geheimnis des Bartolini Olivenöls liegt in den drei Sorten, welche in Umbrien am besten gedeihen. Jede bringt ihren eigenen Charakter mit, erst zusammen ergeben sie das runde, ausgewogene Öl.
Der Moraiolo riecht zuerst fruchtig und grün nach frischen Oliven und bringt eine intensiv bittere, scharfe Note. Der Frantoio duftet elegant und anhaltend nach frisch gemähtem Gras und unreifen Äpfeln. Der Leccino schließlich gibt eine milde Frucht nach Birne und reifen Früchten dazu, mit dem Geschmack süßer Mandeln im Abgang.
So entsteht ein Öl, welches in Frucht, Schärfe und Bitterkeit gut abgestimmt ist, mittelkräftig und doch fein. Genau diese Balance macht das umbrische Olivenöl so alltagstauglich, von der Pasta über die Suppe bis zum gegrillten Gemüse. Wer einmal verstanden hat, wie die drei Sorten zusammenspielen, schmeckt sie heraus.
Der richtige Erntezeitpunkt entscheidet mit über den Charakter. Werden die Oliven gepflückt, während sich die Schale gerade verfärbt, fällt das Öl besonders fruchtig und ausgewogen aus. Genau auf dieses Fenster wartet die Familie jedes Jahr aufs Neue, und legt den Beginn der Lese je nach Saison fest.
Bartolini Olivenöl roh auf gutem Brot
Wir mögen das Bartolini Olivenöl am liebsten roh, dort wo es ungestört zeigen darf, was es kann: über gegrilltem Brot mit Meersalz, über weißen Bohnen, einer Linsensuppe oder einem Caprese. Ein Faden über den fertigen Teller, und das Gericht bekommt Frische und Würze zugleich.
Zur umbrischen Küche passt es ohnehin wie von selbst, denn dieselbe Landschaft, die das Öl hervorbringt, bringt auch Linsen, Kichererbsen und kräftige Brote hervor. Ein Schluck Öl über einer warmen Hülsenfrucht ist gelebtes Terroir auf dem Löffel.
Wer ein Geschenk sucht, liegt mit dem Olio Angeli in der Retrodose richtig, am schönsten zusammen mit einem Aceto Balsamico und einem guten Brot. Wer das umbrische Öl gegen einen kräftigen Süditaliener verkosten möchte, findet bei Muraglia aus Apulien einen spannenden Vergleich, oder stöbert in Ruhe durch unsere nativen Olivenöle extra.
Probier dich durch und finde dein Lieblingsöl. Bartolini ist ein guter Anfang.