Alain Milliat, französischer Fruchtsaft mit dem Anspruch großer Weine
Alain Milliat ist eine französische Manufaktur für Fruchtsaft, Nektar und Konfitüre, 1997 nahe Lyon gegründet. Aus vollreif geernteten Früchten entstehen sortenreine Säfte und samtige Nektare, deren Aroma schon viele französische Sommeliers überzeugt hat. Hier zählt die Frucht, nicht das Etikett.
Alain Milliat war Obstbauer, lange bevor er Säfte machte. Auf den Hügeln von Orliénas, einer kleinen Gemeinde mit rund 2500 Einwohnern im Département Rhône nahe Lyon, wuchs er zwischen den Kirschbäumen seines Vaters auf. Dort reifte ein Gedanke, der heute selbstverständlich klingt und damals neu war: dass eine Frucht ihr Terroir hat, so gut wie jede große Rebe. 1997 gründete Alain seine Manufaktur und füllte ab, was er selbst am liebsten trank.
1997, ein Obstbauer füllt seine Frucht in Flaschen
Am Anfang stand eine Kirsche, die so makellos geriet, dass sie einen Namen bekam.
Alains Vater baute Kirschen an, und Alain spezialisierte sich auf die Sorte Zéro Défaut, die Makellose – jene Frucht ohne Fehl, die ihn lehrte, worauf es ankommt: auf den richtigen Moment am Baum. 1998 wagte er den Schritt vom Obst zum Saft, einem Feld, auf dem es bis dahin kaum nennenswerte Qualitäten gab.
Die Idee dahinter ist die eines Winzers, übertragen aufs Glas Saft. Reben kennen Lagen, Jahrgänge und Reife, und genau das, so Alain, war beim Obst über Jahrzehnte vernachlässigt worden. Also probierte er sich durch die Regionen Frankreichs und suchte für jede Frucht die Herkunft mit dem sortentypischsten Aroma.
Aus dem Obstgut wurde eine Manufaktur, aus dem Bauern ein Aroma-Sucher. Den Saft, den er sich wünschte, gab es nicht, also machte er ihn seit 1997 eben selbst.
Elf Säfte, zehn Nektare und süße Aufstriche
Bei uns findest du das Sortiment von Alain Milliat in seiner ganzen Bandbreite, sortiert nach Charakter.
Die klaren, sortenreinen Fruchtsäfte reichen von würzigem Apfelsaft aus der Cox Orange über fein-herben Granatapfelsaft bis zum tiefroten Tomatensaft für den Apéro – elf Säfte sind es derzeit. Die meisten stehen in der 330-ml-Flasche, einige in 200 ml oder als 1 Liter für den großen Durst.
Daneben warten zehn samtige Nektare aus Früchten, die sich nicht klar pressen lassen, etwa der herbstliche Williams-Birnen-Nektar oder die sonnige Aprikose. Saft erfrischt, Nektar füllt den Mund – zwei Temperamente derselben Familie.
Ein paar Jahre nach den Säften kamen die Konfitüren dazu, gekocht im Département Rhône aus Früchten verschiedener Regionen Frankreichs und Italiens. So entstanden sechs Konfitüren und eine Orangenmarmelade, von der dunklen Aprikose Bergeron bis zur violetten Feige.
Der optimale Reifezeitpunkt entscheidet alles
Geschmack entsteht am Baum, nicht in der Fabrik – so denkt Alain bis heute.
Je vollreifer die Frucht geerntet und je schonender sie verarbeitet wird, desto vollständiger findet ihr sortentypisches Aroma den Weg in die Flasche. Darum kauft Alain seine Früchte längst in ganz Frankreich und darüber hinaus, jede aber im optimalen Reifezustand und nie vor der Zeit.
Was reif ist, wird rasch verarbeitet, bevor der Duft verfliegt. Diese Eile am richtigen Moment ist das eigentliche Handwerk dahinter, betont Alain immer wieder: ein Tag zu früh oder zu spät, und die Frucht erzählt eine andere Geschichte.
Das schmeckt man der ganzen Familie an – dem Saft seine Klarheit, dem Nektar seine Fülle, der Konfitüre ihr Fruchtfleisch. Fruchtig, ehrlich, vollmundig. Drei Handschriften, eine Haltung.
Eine Idee wandert vom Glas aufs Brot
Was beim Saft begann, fand bei der Konfitüre seine Fortsetzung.
Als Alain die Konfitüren in sein Programm nahm, brachte er dieselbe Frage mit, die ihn beim Saft trieb: Wie viel Frucht steckt wirklich drin? Eine Konfitüre Extra wird aus mehr Frucht gekocht als gewöhnliche Konfitüre, je 100 Gramm sind es mindestens 45 g Frucht – und bei Alain reift sie vorher in Ruhe am Strauch.
So entstanden Aufstriche, in denen die Frucht den Ton angibt und der Zucker zurücktritt. Die dunkle Aprikose schmeckt nach Aprikose, die Feige nach Feige, die Erdbeere noch erdig-süß nach Sommer.
Es ist die gleiche Haltung wie im Saftkeller, nur in fester Form: vollreife Frucht, schonend eingekocht, sortenrein ins Glas gefüllt. Ein Aufstrich, der morgens nicht klebrig-süß wird, sondern nach dem schmeckt, was draufsteht. Auch hier gilt Alains Maßstab, dass die Frucht am Baum entscheidet und nicht der Topf auf dem Herd. Gekocht wird im Département Rhône, die Früchte kommen aus ganz Frankreich und aus Italien.
Französische Sommeliers haben ihn längst entdeckt
Dass ein Fruchtsaft auf der Karte großer Häuser steht, ist Alains stiller Triumph.
Seine Säfte und Nektare überzeugten nicht nur die eigenen Gäste, sondern reihenweise französische Sommeliers, die im Glas wiederfanden, was sie vom Wein kennen: Herkunft, Reife, Charakter. Genau deshalb empfiehlt Alain, einen guten Saft bei kühlen 8 bis 12 Grad und aus dem Stielglas zu trinken, so wie einen Weißwein.
Was den Unterschied ausmacht, merkst du beim ersten Schluck: Wo gewöhnlicher Saft aus Konzentrat oft gleich schmeckt, behält Alains Saft den Eigensinn seiner Sorte. Der Apfel bleibt apfelig, der Granatapfel herb, die Tomate herzhaft – jede Flasche erzählt von einer bestimmten Frucht und einer bestimmten Ernte, nicht von einem Durchschnitt.
Heute ist die Marke in mehr als 20 Ländern zu Hause, vom Pariser Bistro bis an deinen Frühstückstisch. Aus einem Obstgut bei Lyon ist eine kleine Botschaft der Frucht geworden, die längst über Frankreich hinausreicht.
Wir führen Alain Milliat, weil hier jemand eine Frucht so ernst nimmt wie ein Winzer seine Rebe. Alle Achtung.
Der Williams Birnen Nektar zum Frühstück
Aus diesem Sortiment lässt sich der ganze Tag begießen, vom Morgen bis zum Apéro.
Morgens passt ein samtiger Birnen- oder Aprikosennektar zu Croissant und Käse, mittags ein klarer Saft zum Sprudel. Den Tomatensaft heben wir uns für den Abend auf, mit Sellerie, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone. Wer es süß mag, probiert die Konfitüre zu frischem Baguette oder zu gereiftem Schnittkäse.
Und wenn Gäste kommen, gießt du einen Schluck Erdbeer- oder Pfirsichnektar in ein Glas Sekt – fertig ist ein fruchtiger Aperitif, der nach Sommer schmeckt. So einfach, so gut.
Und für ein Geschenk legst du einfach drei Sorten nebeneinander, einen Saft, einen Nektar, eine Konfitüre, und schon hast du ein kleines Stück Frankreich im Geschenkkarton, fertig zum Verschenken. Stöbere durch die klaren Säfte und lass dich von Alains Früchten überraschen.