Faude feine Brände, die Hausbrennerei am Kaiserstuhl
Faude feine Brände ist die Hausbrennerei von Florian Faude in Bötzingen am Kaiserstuhl. Seit 2006 brennt der gelernte Winzer feine Obstbrände, klare Geiste aus Frucht und Gemüse, Gin, Whisky und einen eigenen Wermut – kompromisslos aus bester Frucht und mit dem Ziel, Obstbrände wieder hip zu machen.
Faude feine Brände steht für handwerkliche Spirituosen aus Baden, gebrannt von Florian Faude am Kaiserstuhl. Aus heimischem Obst entstehen Klassiker wie Kirsche und Williams Christ Birne, aus sizilianischer Frucht eine vielfach gelobte Zitrus-Geist-Serie, dazu Exoten wie Gurken- oder Rote Beete Geist, Gin, Whisky und Wermut. Was im Glas steht, muss die Frucht schon mitbringen – das ist Florians ganze Philosophie.
2006, ein altes Brennrecht am Kaiserstuhl
Die Geschichte von Faude feine Brände beginnt mit einem alten Hof, den Florians Eltern in den 1980er Jahren in Bötzingen als Familienwohnsitz kauften.
Zum Haus gehörte ein altes Brennrecht, das lange nur für den Hausgebrauch genutzt wurde. Das änderte sich, als der gelernte Winzer Florian seine Liebe zum Brennen entdeckte und 2006 die Hausbrennerei gründete. 2017 baute er eine eigene Brennerei – Platz für seine wachsende Experimentierfreude.
Sein Antrieb ist bis heute derselbe: Obstbrände vom Kaiserstuhl wieder hip zu machen. Florian arbeitet als Qualitätsfanatiker, der nie an der Frucht spart, und tüftelt mit einer gewissen Besessenheit, bis ein Aroma sitzt.
Der Kaiserstuhl ist eine der wärmsten und fruchtbarsten Ecken Deutschlands, eine Landschaft aus Wein, Obst und Gemüse auf vulkanischem Boden. Optimale Reife, kurze Wege und tagesfrische Verarbeitung sind für Florian kein Werbeversprechen, sondern täglicher Standortvorteil.
Als gelernter Winzer kennt Florian den Umgang mit Frucht und Gärung von Grund auf – ein idealer Start für einen Brenner. Diese Doppelbegabung prägt seinen Stil bis heute: präzise wie ein Winzer, neugierig wie ein Tüftler, geduldig wie einer, der weiß, dass gute Dinge Zeit brauchen.
Von Kirsche bis Cedrat, das Sortiment
Das Sortiment reicht vom heimischen Klassiker bis zum mutigen Exoten – und jede Spirituose beginnt mit einer Top-Frucht.
Aus heimischem Obst brennt Florian klare Brände wie die Kirsche, die Williams Christ Birne und die Mirabelle. 2015 lernte er im Italienurlaub den Sizilianer Giancarlo kennen, der unterhalb des Ätna Zitrusfrüchte anbaut – daraus wurde eine ganze Zitrus-Geist-Serie, von der Blutorange aus Sizilien über Mandarine und Bergamotte bis zur Zitratzitrone.
Dazu kommen die Exoten, für die Florian bekannt ist: der erfrischende Gurkengeist, ein erdiger Rote Beete Geist und ein harziger Fichtensprossengeist aus jungen Maiwipferln.
Seiner Freude am Likör verdanken wir eine eigene Linie: einen fassgereiften Grünen Walnusslikör, den sauer-herben Rhabarberlikör „Frühling in Flaschen“, einen dunkelroten Sauerkirschlikör und einen badischen Zitronenlikör im Limoncello-Stil – alle aus echtem Fruchtsaft und weniger süß, als man erwartet.
Klassiker mit eigener Handschrift runden das Sortiment ab: ein Doppelkümmel als badische Lesart des norddeutschen Absackers und ein hausgemachter Wermut aus Kaiserstühler Burgunderwein mit über zwölf Kräutern. Saftig, würzig, eigensinnig – Florians Sortiment bleibt nie stehen.
Aus der Freundschaft mit Giancarlo wurde ein ganzes Zitrus-Quartett, das Florian in gefrosteten Flaschen abfüllt. Jede Frucht reift unterhalb des Ätna auf vulkanischem Boden und kommt erst bei voller Reife in den Brennkessel – so schmeckt jeder dieser Geiste nach Süditalien und Schwarzwald zugleich.
Geist oder Brand, immer beste Frucht
Florian unterscheidet sauber zwischen Brand und Geist – und beide leben von der Qualität der Frucht.
Beim Obstbrand wird eine Maische aus vergorenen Früchten destilliert, der Alkohol stammt aus dem Zucker der Frucht selbst. Für zuckerarme Früchte wie Zitrus, Gurke oder Fichtensprosse wählt Florian den Geist: „Hier nehmen wir ein Stück Natur, setzen es in reinem Alkohol an und destillieren den Flirt nach kurzer Zeit ab“, erklärt er. So gelangen nur klare Noten ins Destillat.
Auf Trinkstärke bringt er seine Brände mit dem weichen Wasser des Schwarzwaldes – die Obstbrände auf 40 %, die Zitrus-Geiste auf 42 %, den Roggen-Whisky auf 48 % Vol. Künstliche Aromen und Farbstoffe kommen nie ins Glas, viele Spirituosen bleiben unfiltriert. „Wenn du was Gescheites reingibst, kommt auch was Gescheites raus“, sagt Florian.
Auch seine Liköre folgen diesem Prinzip: hofeigener, saisonfrischer Fruchtsaft, Alkohol, etwas Zucker – sonst nichts. So räumt Florian mit dem klebrig-süßen Kaffeekränzchen-Image auf und macht den Likör wieder zu einem ernsthaften Genuss, fruchtig statt überzuckert.
Dass mancher Geist beim Kühlen leicht eintrübt, ist dabei gewollt: Die ätherischen Öle bleiben im Glas, statt herausgefiltert zu werden. Hier geht Charakter vor Hochglanz – ein Brand soll nach seiner Frucht schmecken, nicht nach Labor.
Vom Kaiserstuhl in die besten Bars
Florians Brände und Geiste sind national und international ausgezeichnet – und längst in der gehobenen Gastronomie angekommen.
Gerade mit seinen Exoten hat er es, auch mit Hilfe seines Bruders in Berlin, in angesagte Bars geschafft. 2016 entwickelte er mit den Bartendern Alexander Mayer aus Freiburg und Leopold Langer aus Ludwigsburg zwei Gins für deren Marke Panama Papers – den zitronigen Citris Gin und einen beerigen Rubus Gin, Gin von Bartendern für die Cocktailkarte.
Auch beim Whisky beweist Florian Mut: Sein Roggen Whisky reift als sortenreiner Straight Rye mindestens drei Jahre in amerikanischer Eiche. Keine Story, nur Whisky – wie Florian sagt.
Hinter den Panama-Papers-Gins steht ein eingespieltes Trio: Alexander mixt im One Trick Pony in Freiburg, Leopold führt die Schwarz Weiß Bar in Ludwigsburg, und Florian bringt ihre Ideen ins Glas. Heraus kamen Gins, die in echten Früchten gründen statt in zugesetztem Aroma.
Die Anerkennung kommt nicht von ungefähr: Florian bezieht regional, verarbeitet tagesfrisch und trennt bei jedem Brand das Herzstück von Hand ab. Diese Sorgfalt schmeckt man – und sie hat ihn von der kleinen Hausbrennerei auf die Karten ambitionierter Bars gebracht.
Wir mögen die Zitrus-Geiste zum Apéro
Wer in das Sortiment einsteigen möchte, findet für jede Gelegenheit das passende Glas.
Am liebsten genießen wir die Zitrus-Geiste eiskalt zum Apéro oder im Longdrink mit Tonic, die klaren Obstbrände als Digestif nach einem guten Essen und den Wermut im Negroni. Als Geschenk macht jede der schlanken Flaschen Freude, ob ein Klassiker oder ein Exot zum Staunen.
Für Einsteiger ist der milde Whisky aus Roggen und Weizen ein guter Start, Beerenfreunde greifen zum Himbeergeist, und wer es ungewöhnlich mag, probiert den Rote Beete Geist oder den Fichtensprossengeist. Im Sommer mischst du dir aus dem Zitronenlikör einen Limoncello Spritz, im Winter wärmt ein Schluck Roggen Whisky.
Auch als Geschenk sind die Faude-Spirituosen eine sichere Bank: Die schlanken Flaschen sehen ehrlich und gut aus, die Exoten sorgen für Gesprächsstoff, und ein klarer Obstbrand vom Kaiserstuhl trifft fast jeden Geschmack. Wer einmal verglichen hat, schmeckt schnell, wie viel Frucht in einem guten Brand stecken kann.
Stöbere durch alle Spirituosen im Shop oder schau bei den Gins vorbei. Bei Faude feine Brände lohnt sich das Durchprobieren – lass dich überraschen.