Tomatencreme mit Basilikum aus dem Süden Frankreichs
Die Tomatencreme von Rue Traversette ist ein vegetarischer Aufstrich aus frischen und getrockneten Tomaten, verfeinert mit Basilikum, Honig und einer Prise Garam Masala. Kein glattgerührtes Tomatenmark aus der Fabrik, sondern Handarbeit aus der kleinen Conserverie von Stéphane Strobl im Languedoc, wo Gemüse zu kleinen Gerichten im Glas wird.
Tomatencreme von Rue Traversette bringt den Süden Frankreichs aufs Brot: gut 80 Prozent frische Tomate, dazu 11 Prozent sonnengetrocknete Tomaten für die Tiefe, Olivenöl, ein Löffel Honig und die warme Würze von Garam Masala. Stéphane und sein Team nehmen einen Klassiker und denken ihn auf ihre eigene, augenzwinkernde Art weiter – heraus kommt ein Tomatenaufstrich mit Charakter, fruchtig und würzig zugleich. In Frankreich heißt sie Tomate séchée et fine herbes, ein kleines Glas Südfrankreich für den Vorratsschrank.
Fruchtig, würzig und ein Löffel Honig
Im Glas leuchtet die Tomatencreme tiefrot und duftet nach sonnengereiften Tomaten, frischem Basilikum und einer feinen Würze, welche man in einem Tomatenaufstrich so nicht erwartet.
Zuerst schmeckst du die Süße reifer Tomaten, dann legen die getrockneten ihre konzentrierte Tiefe darunter, ehe Garam Masala und Basilikum einen warmen Nachklang setzen. Der Honig rundet alles ab, ohne dass es süß wird. Fruchtig, würzig, vollmundig. Das ist weit entfernt von der glatten Einfalt eines Tomatenmarks aus der Tube.
Vom Apéro-Brot bis in die Pasta
Als vegetarischer Brotaufstrich reiht sich die Tomatencreme unter unsere Gemüseaufstriche und Cremes und macht auf Toast, Cracker und frischem Baguette den Anfang jedes Apéros.
Warm zeigt die Creme eine andere Seite: ein Löffel in die Pasta gerührt, ein Klecks auf gebratenem Fisch oder Hühnchen, ein Begleiter zu gereiftem Käse, Mozzarella oder mildem Ziegenkäse. Sie mag es herzhaft – auf der Ofenkartoffel ebenso wie auf der Käseplatte am Wochenende.
Auf einem warmen Crostino mit einer Scheibe Ziegenkäse und einem Blatt Basilikum wird aus dem Löffel Creme fast schon eine kleine Vorspeise. Ein Wunder zu Kartoffeln, ein Genuss zu Nudeln, und morgens zwischen Marmelade und Käse macht sie sich erstaunlich gut.
Aus der kleinen Conserverie im Languedoc
In Saint-André-de-Sangonis, mitten zwischen den Weinbergen des Hérault, kocht Stéphane Strobl seit 2005 ein, was Gemüsegarten und Kräuterbeet hergeben. Einen Klassiker nehmen und ihm einen Dreh geben, ohne ihn zu verbiegen, so beschreibt er seine Küche.
Angefangen hat Stéphane als Korkfabrikant – den bayrischen Nachnamen verdankt er seinem Vater, das Küchenherz seiner französischen Mutter. Entdeckt haben wir seine Aufstriche vor über 15 Jahren in einer Weinbar in Montpellier, wo sie zu einem Glas Languedoc auf kleinen Broten serviert wurden. Wir sind daraufhin zu ihm gefahren, haben ihn auf Anhieb sympathisch gefunden und seine Gläser ins Sortiment geholt – als erste, die Stéphanes Aufstriche nach Deutschland brachten.
Damals wurde noch zu dritt in einer winzigen Garage gekocht, so sauber und aufgeräumt, wie wir sie nie zuvor gesehen hatten. Heute steht ein paar Straßen weiter eine 2015 gebaute Conserverie, in der ein zehnköpfiges Team klassische Rezepte mit einem Augenzwinkern neu erfindet, von der Tartine pour homme bis zur Tartine jolies fesses. Die Sorgfalt und die Handschrift sind die gleichen geblieben. Das schmeckst du.
Genusstipp
Nach dem Öffnen hält sich die Tomatencreme gut gekühlt im Glas ein paar Tage. Vor dem Servieren einmal umrühren, damit sich das Olivenöl wieder mit dem Fruchtfleisch verbindet, und bei Zimmertemperatur auf den Tisch bringen – dann kommen Basilikum und Würze am schönsten heraus. Wer sich durchprobieren mag, findet neben der Tomatencreme noch ein gutes Dutzend weiterer vegetarischer Aufstriche von Rue Traversette.