Auberginencreme mit Piment d'Espelette aus dem Languedoc
Die Auberginencreme von Rue Traversette ist ein Caviar d'aubergine aus gerösteter Aubergine, schwarzen Oliven und Knoblauch, gewürzt mit einer Spur Piment d'Espelette. Ein vegetarischer Aufstrich mit rauchiger Tiefe, wie ihn Stéphane im Süden Frankreichs einkocht, mediterran und mit feiner Schärfe.
Auberginencreme von Rue Traversette ist eine Gemüsecreme aus 76 Prozent gerösteter Aubergine, schwarzen Oliven, Knoblauch und Olivenöl, die Stéphane mit Zitrone, Paprika und einer Prise Piment d'Espelette abschmeckt. Die Aubergine bringt cremige Tiefe, die Olive das Salz, und das Espelette-Chili eine milde, fruchtige Wärme. In Frankreich heißt so ein Aufstrich Caviar d'aubergine, und der Name trifft es gut. Anders als viele Fertigcremes bleibt sie stückig genug, dass du die Aubergine noch erkennst.
Geröstete Aubergine mit milder Schärfe
Auf dem Löffel ist die Auberginencreme dunkel und cremig, sie duftet nach gerösteter Aubergine, Knoblauch und rauchiger Tiefe. Die Farbe ist ein tiefes Braun, die Textur weich mit ein paar gröberen Stücken.
Zuerst schmeckst du die cremige Aubergine, rund und mild, dann kommen Knoblauch und schwarze Olive dazu, ehe das Piment d'Espelette am Ende eine leise Wärme setzt, die nie sticht. Cremig, würzig, rauchig, mit einem Zitronenspritzer, der alles frisch hält. Wo Fertigpasten oft nur nach Knoblauch und Öl schmecken, bleibt hier die Aubergine der Star, rauchig und rund.
Aufs Fladenbrot und in die Mezze-Runde
Als vegetarischer Brotaufstrich reiht sich die Auberginencreme unter unsere Gemüseaufstriche und Cremes und gehört auf warmes Fladenbrot mit Sesam, auf Cracker und geröstetes Brot.
In einer Mezze-Runde steht die Auberginencreme gern zwischen Hummus, Oliven und Fladenbrot, sie mag diese Gesellschaft. Wer Baba Ganoush kennt, findet hier den französischen Vetter, ohne Sesampaste, dafür mit Olive und Espelette. Zu gegrilltem Lamm oder Geflügel ist sie ein Klecks mit Tiefe, und ein Löffel unter warme Pasta macht daraus eine schnelle, rauchige Sauce.
Neben der roten Paprikacreme bildet sie den dunklen, würzigen Gegenpart. Wenn du sie pur genießt, gib einen Spritzer Olivenöl und ein paar Sesamkörner darüber, tunk warmes Fladenbrot hinein, mehr braucht es nicht. Auch auf einem Bagel mit Frischkäse oder unter einem Spiegelei am Wochenende macht sie sich hervorragend.
Caviar d'aubergine aus Stéphanes Kessel
Gekocht wird die Auberginencreme bei Rue Traversette in Saint-André-de-Sangonis, wo Stéphane Strobl seit 2005 Gemüse röstet und einkocht.
Die Auberginen werden geröstet, bis das Fruchtfleisch weich und rauchig ist, erst dann kommen sie in den Kessel. Caviar d'aubergine ist im Süden Frankreichs ein Klassiker, meist schlicht mit Knoblauch und Olivenöl. Stéphane gibt schwarze Oliven und eine Spur Piment d'Espelette dazu, das milde Chili aus dem Baskenland, und schon bekommt der Klassiker seine eigene, wärmere Note. Genau das ist seine Handschrift, seit gut 20 Jahren.
Wir führen Stéphanes Aufstriche seit über 15 Jahren, seit die Produktion noch in einer winzigen Garage lief. Heute steht eine 2015 gebaute Conserverie da, in der ein kleines Team weiter in Kesseln kocht, mit demselben Blick fürs Detail. Auberginen, Oliven und Knoblauch verarbeitet das Team frisch, Charge für Charge, nicht am Fließband.
Genusstipp
Zimmerwarm entfaltet die Auberginencreme ihr rauchiges Aroma, hol das Glas also rechtzeitig aus dem Kühlschrank. Nach dem Öffnen stellst du es kühl und brauchst es in ein paar Tagen auf, ein Rest verschwindet gut in einer Gemüsepfanne oder unter Ofengemüse. Auf einer Mezze-Platte macht sie sich zwischen den anderen Aufstrichen von Rue Traversette gut, gleich neben Paprika und Knoblauch. Zu einem Glas Rosé aus dem Süden passt sie ebenso.